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Nach der Lektüre von Clausewitz empfehle ich John Keegan - Die Kultur des Krieges. Da wird der Clausewitzsche Gedanke vom Krieg als Fortsetzung der Politik mal ordentlich gegen den Strich gebürstet. Ist außerdem auch so ein sehr erhellendes Büchlein.
 
Wellenbrecher 说:
Alle drei Ausgaben in der Uni Bib sind bei uns geklaut worden und in der Historischen Bib ist es im Sperrschrank oder ständig ausgeliehen von einem Dozenten.
Ich habe ja meine Bücher aus der Wiener Uni Bib und dort ist es nicht anders. Jetzt habe ich letzte Nacht erstmal das einzige Buch bestellt das greifbar war:
Tolkiens Lesebuch. Da kann ich mich mal einstimmen und dann wird mir wohl nur der Kauf überbleiben.
 
Ich lese gerade die Walross Chroniken.
Ein wirklich Kopfergreifendes Buch.
Die Leber schmilzt förmlich beim lesen.
Welch ein schönes Buch.
Kühe schnalzen auch gerne mit ihren Zungen.
 
Rule zum Rabensang 说:
Nach der Lektüre von Clausewitz empfehle ich John Keegan - Die Kultur des Krieges. Da wird der Clausewitzsche Gedanke vom Krieg als Fortsetzung der Politik mal ordentlich gegen den Strich gebürstet. Ist außerdem auch so ein sehr erhellendes Büchlein.
Huch, wie das denn? Ich wüsste jetzt nicht, was genau an der These, "Krieg sei die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln" gegen den Strich zu bürsten sei. Ob Krieg an sich eine Forsetzung sein sollte, ist eine andere Frage, aber er ist es nun mal. Aber ich sollte wohl erst einmal Herrn Keagans Werk anschaun, bevor ich mich aus dem Fenster lehne.
 
Keegan sieht im Krieg eher ein urmenschliches "Kulturgut", dass quasi vor- und sogar unpolitisch besteht. D.h. Krieg muss keine Fortsetzung von Politik sein, um Krieg zu sein.
 
Fest steht aber, dass Kriege in 99 % der Fälle  geführt werden uns wurden, um eine politische Forderung oder ein politisches Ziel durchzusetzen. Ob es ein Kulturgut ist, ist eine andere Frage, aber niemand bei Verstand würde einen Krieg aus Spaß an der Freude beginnen.
 
Lies mal Keegan... :wink:

Um Spaß geht es allerdings wirklich nur selten...
Bei einigen südamerikanischen Kulturen wurde etwa Krieg geführt, um Gefangene zu machen, die dann ehrenvoll behandelt und (als höchste Ehre) geopfert wurden. Man müsste schon sehr großzügig das Menschenopfer als politisches Ziel deklarieren, um hier noch Clausewitz zu folgen.
Ähnliche Beispiele gibt es viele.
Clausewitz hat ja ursprünglich Krieg als ultimative Selbstbehauptung eines Volkes gesehn. Später ändert sich das und er sieht im Krieg dann vor allem einen Mittel zum Zweck: "Der Krieg ist also ein Akt der Gewalt, um den Gegner zur Erfüllung unseres Willens zu zwingen" (bzw. "Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln").
Keegan stellt einige Fälle dar, in denen die Willenserfüllung durch den Gegner zweitrangig oder sogar unerheblich ist. Und er verweigert sich der Logik von Clausewitz', die zum "absoluten" Krieg und dem Aufrüsten zu Abschreckungszwecken (> Wettrüsten) führt, indem er etwa die Logik des durch Rituale begrenzten Kriegs erläutert (beispielsweise bei den Urvölkern) oder indem er das Irrationale des Krieges nicht einfach als Verirrung einer sonst rationalen Politik versteht.
Es geht auch gar nicht vorrangig um eine Kritik an Clausewitz, sondern Keegans Versuch, die kulturelle Dimension des Ganzen zu erfassen ist sehr viel umfassender. Auch wenn man sicher nicht allen seinen Thesen folgen muss, das Buch ist durchaus lesenswert.

 
Ah gut. An den Blumenkrieg (so hieß das doch) habe ich bei dem verbleibenden 1 % auch gedacht :wink:

Gut, Clausewitz trifft wohl vor allem auf Europa ab der Antike zu. Und was den "absoluten" Krieg betrifft, da spricht er ja von einem "Idealzustand", der aber so nie gegeben ist und nie sein kann.

Wie auch immer: Ich sollte Keegan lesen :wink:
 
RC-1136 说:
Das Silmarillion mag vorher sein. Ich würde es aber zuletzt lesen. Ganz einfach deshalb, weil es einfach ein relativ zusammengestückeltes Werk ist und lediglich auf halbfertigen Entwürfen Tolkiens beruht.
Verwechselst Du das nicht mit den "Unfinished Tales"? Verglichen mit diesen ist das Silmarillion ziemlich konsistent.

RC-1136 说:
Nette Sig übrigens, HvK :wink: Eine der besten Szenen aus dem Film.
He. "Autokratie" (Selbstherrschaft), nicht "Autographie" (Selbstzeichnung oder so). :wink:
 
tyrannicide 说:
RC-1136 说:
Nette Sig übrigens, HvK :wink: Eine der besten Szenen aus dem Film.
He. "Autokratie" (Selbstherrschaft), nicht "Autographie" (Selbstzeichnung oder so). :wink:
Es geht hier um ein Filmzitat und der Gag daran ist, das es eben nicht Autokratie heißt  :wink:


Heute in einem Rutsch ausgelesen weil viel zu dünn: "Nothing for ungood" Deutsche Seltsamkeiten aus amerikanischer Perspektive von John Madison.
Viel ausführlicher und lustiger - der dazugehörige Blog: http://nothingforungood.com/2008/05/12/dont-learn-german/ und sein Ableger: http://www.andgoodis.com/
 
Hund von Kuenring 说:
tyrannicide 说:
RC-1136 说:
Nette Sig übrigens, HvK :wink: Eine der besten Szenen aus dem Film.
He. "Autokratie" (Selbstherrschaft), nicht "Autographie" (Selbstzeichnung oder so). :wink:
Es geht hier um ein Filmzitat und der Gag daran ist, das es eben nicht Autokratie heißt  :wink:
Ah... hmm.... verdammt, wieder einen Gag nicht verstanden.

Aber wieseo? Eine "sich selbst erhaltende Auto... graphie"? Die Pythons, die sich selbst verewigen in einem Filme, welcher immer wieder neue Generationen hinreißt? Naah. Eine Gesellschaft, die sich selbst zeichnet? Zu weit hergeholt...
Was ist es bloß, was ist es bloß? 
:eek:\
 
Ich lese gerade (auf Englisch) "The Parasol Protectorate" (Soulless, Changeless, Blameless) von Gail Carriger.
Es liest sich eigentlich recht flüssig außer wenn mal wieder englische Begriffe aus Mode und Technik aus dem 19. Jahrhundert auftauchen. :???:
 
Ich lese (wie immer) mehrere Bücher gleichzeitig:

"Die Powenzbande"
von Ernst Penzold - Zoologie einer Famile.
"Till Eulenspiegel hat Junge gekriegt und deren Chronik heißt "Die Powenzbande". Die Powenze haben keinen Sinn für geordnete Arbeit. Man will sie fortekeln; doch sie haben das dickere Fell, und wenn man sie schlägt, ist das Gefährliche das sie zurückschlagen. Ihre Fantasie trifft besser als die gröbste Faust (Erich Kästner)
Der Roman von 1939 ist 2011 Alltag in vielen Städten und Dörfern.

"Mein Sohn Marshall, Mein Sohn Eminem" von Debbie Nelson
Eminem bezeichnet seine Mutter als rauschgiftsüchtige, alkoholabhängige Schlampe aus einem Trailerpark. Die Mutter beschreibt sich als erfolgreiche Geschäftsfrau mit einem Limousinenverleih und mehreren Häusern. Die Wahrheit wird wohl irgendwo in der Mitte liegen und sterbenslangweilig sein.

"Fettnäpfchenführer Schweden" - die ungeahnten Geheimnisse blaugelber Etikette.
Unangemeldete Besucher sind für Schweden der größte anzunehmende Albtraum ... über große Geschenke ist man eher unglücklich ... man sollte keine Kneipenrunden schmeissen ... drängeln ist streng verpönt ... für Besuche soll man sich nicht extra fein machen ... man sollte niemals alten Menschen ungefragt seine Hilfe anbieten und niemals nackt in einer öffentlichen Sauna auffallen. Dies und jede Menge weiterer ungeahnter Fettnäpfchen zeigt das Buch auf.
 
hm..gerade lese ich "The Children of Húrin"..den autor sollte man kennen
und wie man es von "dem autor" gewohnt ist, ist die geschichte episch...
 
Wer in einem Buch Probelesen will bevor er es kauft:
http://www.bilandia.de/Leseprobe
http://www.suchbuch.de/startseite
 
"Einführung in die Germanistische Mediävistik" von Hilkert Weddige
und
"Mammal Teeth - Origin, Evolution and Diversity" von Peter S. Ungar


Angebrochen aber derzeit nicht weitergelesen hab ich außerdem "The Happiest Toddler on the Block" von Harvey Karp sowie "Logik der Forschung" von Karl Popper.
 
Ich poste auch mal was ich mal wieder lese, obwohl es absolut nicht zu euren "Hochtragenden"
Büchern passt.  :mrgreen: Tom Sawyer und Hackleberry Fin ist einfach Zeitlos und lässt mich voll und ganz abtauchen.
 
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