Todesstrafe? Ja oder nein?

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Wellenbrecher 说:
Wenn ein Soldat mordet, dann mordet er. Tötet er während und im Rahmen des Einsatzes, ist es kein Mord.
Punkt.

Hat mit dem Thma nichts zu tun, aber dieses leichtfertigen Formulierungen in diesem Bereich regen mich immer tierisch auf.

Ich wollte beim Morden bleiben, künstlerische Freiheit, Stilmittel, nenn es wie Du möchtest.
Mal abgesehen davon habe ich Notwehr, Aktionen von Soldaten erstmal ausgeklammert. Wollte darauf hinweisen, dass man da sicher differenzieren muss und deshalb der
Einfache[r] Fall, ein Mensch bringt einen anderen Menschen um (im Zivilen Leben).

Wellenbrecher 说:
Ich bin der erste der zugeben wird, dass du niemals - oder zumindest nur in den absolut seltensten Fällen - einen eindeutigen Beweis, ein unanfechtbares Ergebnis bekommen wirst.

Ist mir vollkommen bewusst. Eine Theorie, sehr einfach gehalten, mehr auch nicht.
 
Ich frage mal, was das bringt, wenn der Staat sich auf eine Stufe mit dem Mörder stellt und ihn umbringt. Steuereinsparungen?
 
Da es unter den Bereich Bestrafung fällt, hat es die gleiche Aufgabe wie alle anderen Konsequenzen für eine Straftat. Es geht letztlich vorrangig um Abschreckung, um Nachahmer zu verhindern.

Wellenbrecher 说:
Wenn du so argumentieren willst, ist es trotzdem höchstens Totschlag. :neutral:
Außer in Situationen wo ein Kommando auf eine bestimme Person angesetzt wird und ähnliches.

Duh: Todesstrafe, dein zug :razz:
some call me Wellen: totschlag, nicht mord
some call me Wellen: wenn du es so sehen musst
Duh: erläutere :razz:
some call me Wellen: mord benötigt vorsatz und planung
some call me Wellen: err
some call me Wellen: wobei
some call me Wellen: nvm
Duh: COD und BF fangen immer mit nehr einsatzplanung an >:[
Duh: ner*
some call me Wellen: ich bezog mich auf die "willkür" mit dem ein soldat einen anderen trifft/tötet
some call me Wellen: es ist ja nicht so, als würden die mit listen da raus gehen
some call me Wellen: "leg x und y und z um"
Duh: turth, aber das haben attentäter, fanatiker, verrückte, etc im inland auch nicht
Duh: also attentäter im sinne von schulanschläge
Duh: nicht bezahlte killer :razz:
some call me Wellen: ich hatte den gedanken an attentäter, was ja auch planung und die bewusste entscheidung zum töten hat
some call me Wellen: und als Mord gilt, soweit ich weiß
some call me Wellen: ****
some call me Wellen: brainfart
some call me Wellen: amokläufer
some call me Wellen: wollte ich schreibn
Duh: ah genau
Duh: meine schuld, hab mit attentäter angefangen :razz:
some call me Wellen: nenn mich idealist, aber ich sehe da einen qualitativen unterschied
Duh: oh ich auch, aber letztlich ist der unterschied hauptsächlich die staatliche sanktionierung
Duh: also ein demokratisch legimitierter mord
Duh: :razz:
Duh: legtimierter even
Duh: ****
Duh: legitimierter?
some call me Wellen: sieht falsch aus, scheint aber richtig zu sein
some call me Wellen: yay, grammar
Duh: haha
Duh: grosse wörter, kleine köpfe :razz:
Duh: in gewisser weise werden die soldaten gezwungen, da sie keine direkte kontrolle darüber haben, ob ein konflikt entsteht
Duh: das finde ich auch immer lustig an den soldatenkritikern, da die heinis genauso verantwortung tragen (da sie den konflikt nicht durch politische aktivität verhindert haben) und dann ihre wut an dem ersten was ihnen einfällt auslassen
some call me Wellen: wenn wir die situation des gefechtes isalieren, wird es absurderweise zur gegenseitiger notwehr
some call me Wellen: "lieber du als ich"
some call me Wellen: heh
some call me Wellen: man kann nur so viel verhindern
some call me Wellen: und wenn der statt hll bnt ist
some call me Wellen: siehe USa vor dem Irak
some call me Wellen: *hell bent
some call me Wellen: und staat
Duh: :grin:
Duh: richtig richtig, aber mit hinblick auf die mögliche einflussnahme, finde ich die kritik an soldaten immer etwas übertrieben/verfehlt
some call me Wellen: haben wir gearde irgendwie innerhalb ines satzes die seiten getauscht? :p
Duh: haha nein, aber unsere urposis waren nicht so verschieden
some call me Wellen: und der ansatz an sich is ja nicht so falsch, wenn auch zum schitern verurteilt
some call me Wellen: im sinne von
some call me Wellen: dem soldaten selbst kalr machen was  er da tut
some call me Wellen: ohne soldaten kein kieg
some call me Wellen: wird nie funzen, aber hey
Duh: mhm darum geht es letztlich nur partiell, der gedanke ist, dass durch die politisierung und entmenschlichung des gegners die gesellschaftliche hemmschwelle bewusst von der politik gesenkt wird
Duh: was sich z.b. an dem ewigen streit - soldaten darf man keine mörder nennen wiederspiegelt
some call me Wellen: hm, damit hast du sicherlich recht
Duh: ich wollte eigentlich nur ausdrücken, dass es nicht so wichtig ist wie wir es nennen, sondern worum es im hintergrund geht
some call me Wellen: aber ich persönlich sehe damit einfach die kerle die in den dreck gehen - und ich bin ein fester anhänger der notwendigen militäreinsätze zum besseren, siehe balkan - durch den dreck zieht und dem ganzen eine.. err blanket statement
some call me Wellen: ok
some call me Wellen: kann ich mit lben
some call me Wellen: absolut sogar
Duh: :grin:
Duh: ansonsten hast du ja schon gesehen, dass ich dir zustimme mit der meinung zu soldaten
Duh: es ist letztlich nur ein abschieben der verantwortung von den leuten die auf soldaten schimpfen
Duh: die klopfen sich selbtst auf die schulter, weil sie ja dann den bösen menschen gesagt haben, dass sie alles falsch machen :razz:
Duh: son bisschen wie vegetarier
Duh: lol
some call me Wellen: ah ****
some call me Wellen: unrelated, aber:
some call me Wellen: Skype convo
some call me Wellen: wie immer, seffs schwanz wird thema
 
TheBard 说:
Ich frage mal, was das bringt, wenn der Staat sich auf eine Stufe mit dem Mörder stellt und ihn umbringt. Steuereinsparungen?

Kurze einfache Antwort: 1 Mensch weniger der gemordet hat, und ja auch Einsparungen.
Wieso hat ein Mensch das Recht zu leben, wenn er anderen das Recht zum Leben entzieht? Man sollte sich im klaren sein, was man anrichtet und nicht nach paar Jahren wieder resozialisiert wird und das Thema ist gegessen.
Sehr einfach und zugespitzt formuliert: Man tötet seinen Kontrahenten/Konkurrenten, sitzt seine Zeit ab, gelobt Besserung und dann kommt man raus, muss natürlich einiges dafür tun, das ist klar, aber dann wird man wieder eingegliedert und alles ist fast wie vorher. Nur 1ne Person fehlt und die andere hat dafür "gebüßt". Die eine Person lebt weiter, die andere hatte nie die Chance dazu.

Interessanter wird die Todesstrafefrage, wenn es einen selber direkt betrifft. Wenn ein geliebtes Familienmitglied eiskalt getötet wird, wer spielt Mutter Theresa oder gar Gott persönlich und vergibt einfach den Mord. Solche Menschen gibt es, aber ohne es erlebt zu haben und locker sagen, "Klar, hier! Ich!" und das Leben einfach weiter so lassen, halte ich für etwas gewagt, wenn nicht naiv.
 
Wir können an dieser Stelle auch in die Metaethik gehen und klären warum es überhaupt Unrecht sein soll ein Leben zu beenden.
Oder auch debattieren, ab wann ein Mensch sein eigenes Leben verwirkt hat (das hatte irgendwer eben so ähnlich angeschnitten).

Im übrigen sind Staaten als nicht personelle Institution ja von Aktionen wie Mord und Totschlag auszuschließen.
Diese zu verurteilen wäre unfair, denn nicht alle die diesem Staat direkt oder indirekt dienen tragen an der Schuld gleich.
(Hey, Schuldfrage, wie wärs?)
 
Es ist einfach ein moralisches Dilemma!

Außer Acht darf man nie das Opfer (also das Opfer des Mörders der die Todesstrafe bekommen soll/sollte) und deren Angehörige lassen. Wir als Außenstehende haben sicher ein anderes Gerechtigkeitsempfinden als die Hinterbliebenen des Opfers. Man befindet sich ja in einen emotionalen Ausnahmezustand.

Und können sich Menschen ändern? Grundsätzlich schon. Ein Dieb kann sich ändern, indem er aufhört zu stehlen und die Sachen in Ordnung bringt.
Bei einem Mörder sieht die Sachlage schon ganz anders aus. Er kann aufhören zu morden. Das war es auch schon. Aber was ist mit dem Ermordeten?
Den Angehörigen hilft es recht wenig wenn er nicht mehr mordet. Das macht den Ermordeten auch nicht mehr lebendig.

Tja, man könnte diese Gedanken weiter führen, nur dann fängt es an philosophisch zu werden.

 
was hier noch gar nie angesprochen wurde aber eigentlich auch wichtig ist: wird man nicht selbst auch zum Mörder wenn man jemanden (auch wenn er ein Mörder war ) zum tode verurteilt?
Meiner Meinung nach ja eigetnlich schon gleichzeitig ist alerdings auch die Tatsache das jemand der ohne Grund mordet der Menscheit nur im Weg steht das mag jetzt hart klingen aber gleichzeitig wofür ist jemand der nur mordet gut? auch ist es eigentlich sinnlos jemanden 25 Jahre ins Gefängnis zu werfen den wenn er wieder Rauskommt hat er sowieso nichts mehr vom Leben , denn er wird kaum noch arbeit finden seis weil er zu alt ist oder der vermerk in der Bewerbung, dass er jemanden umgebracht hat zu sehr abschreckt auf jeden Fall hat er es danach sehr schwer zu wieder ins Leben einzusteigen und muss isch trozdem ernähren und irgenwo wohnen also liegt er wieder nur noch dem Staat auf der Kasse.
Ich hoffe man versteht was ich meine.
 
Ich weiß ja nicht was ich machen würde, aber Rache ist nichts Gutes ...
Zwar will man vielleicht die Mehrheit vor dem Täter schützen, aber dann hat man noch einen toten mehr und zeigt als Gesellschaft das man nicht in der Lage ist anders mit Problemen umzugehen als der Täter auch.

Außerdem gibts ja verschiedene Tat Scenen, habe ich die Ehe gebrochen und werde jetzt gesteinigt oder habe ich gerade systematisch getötet ...
 
Wenn ich dich, oromis, richtig verstehe, willst Du damit ausdrücken, dass Du gegen den ersten Artikel unserer schönen Verfassung bist.
Du sagst, dass man lieber jemanden umbringen solle, statt ihn zu 25 Jahren Gefängnis zu verurteilen, weil er sonst dem Staat auf der Tasche liegt.

Noch einmal: Ich finde den Gedanken pervers und abstoßend, Menschenleben in Geld aufzuwiegen.

Und, um mich auf die Vorposter zu beziehen, "Versetzt euch in die Lage der Hinterbliebenen" zählt für den Strafvollzug nicht, da diese sich im emotionalen Ausnahmezustand befinden. Es geht nicht darum, Rache für die Hinterbliebenen zu üben!
Wenn man dann noch den Mörder ins Jenseits befördert, wer hat dann irgendetwas gewonnen? Die Hinterbliebene ihre Rache? Ich suche nochmal Quellen raus, wo die Hinterbliebenen gar nicht so glücklich über ihre "Rache" waren.
Der Staat bzw. die Gesellschaft zeigt damit lediglich, dass sie mit Problemen nicht anders umgehen kann als der Täter.

Und wie die Todesstrafe abschreckt, sieht man ja in Staaten wie China oder den USA. Sie schreckt nicht ab. Ich habe eher das Gefühl, dass sie die Menschen abstumpfen lässt, nach dem Motto: "Was der Staat kann, kann ich auch."
Vielleicht liegt das Problem auch woanders, aber ich habe so eine Vermutung.

Unabhängig davon halte ich persönlich viel vom Prinzip der Reue.

Edit: Ups, ich habe da gerade BlancMiles geguttenbergt.^^
 
Ich persönlich bin gegen die Todesstrafe, da egal, was man getan hat, darauf ankommt, ob man seine Tat wirklich tief bereut. Weil genau dann ist man schon wegen des Gewissens meine Meinung nach gar nicht in der Lage, einem anderen Menschen etwas anzutun. Genau darauf sollte der Staat/die Strafanstalt achten, wenn ein Mörder in ihrer Obhut ist. Solche, die die Tat nie wirklich bereuen, werden auch weiterhin in der Lage sein, anderen Menschen etwas anzutun und sogar zu morden.



Soldaten würde ich nicht als Mörder bezeichnen, da Mord für mich die bewusste Tötung eines einzelnen oder mehrerer Menschen ist.
Wikipedia 说:
Mord steht allgemein für ein vorsätzliches Tötungsdelikt.
Da ein Soldat im Krieg nicht ein spezielles Opfer hat und noch dazu auch meist unter Notwehr den Gegenüber tötet, ist das für mich kein Mord.



Genauso verhält es sich mit der Notwehr. Wenn ein Mensch von einem anderen angegriffen wird und das eigene Leben in Gefahr ist, kann/muss der Mensch sich verteidigen und gegebenenfalls den Angreifer unschädlich machen/zu töten um das eigene Leben zu wahren.

§32 StGB 说:
§ 32
Notwehr


(1) Wer eine Tat begeht, die durch Notwehr geboten ist, handelt nicht rechtswidrig.

(2) Notwehr ist die Verteidigung, die erforderlich ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwenden.​

Deshalb kommt es immer auf die Situation an, ob Mord oder nicht.

Und wenn ein Mörder keine Reue zeigt, sollte er solange versuchen seine Schuld abzuarbeiten (Ich weiß, dass man den Tod eines Menschen nicht ausgleichen kann, denn jeder Mensch ist ein Geschenk Gottes (oder was auch immer) und hat das Recht sein Leben zu leben), wie ihm möglich ist, bis er seine Tat bereut.



Aber Mord mit Mord zu begleichen halte ich für sehr fragwürdig.

Kleines Beispiel: Ein Mitglied der Familie Müller wird von einem Mitglied der Familie Meier (diese Namen sind sind nur aufgrund ihres häufigen Auftretens in Deutschland gewählt!) getötet. Dann rächt sich die Familie Müller mit einem Mord an der Familie Meier. Es entsteht eine Art Familienfehde und irgendwann löschen sich beide Familien gegenseitig aus.

Deshalb sollte Mord mit Reue bestraft werden und mit Freiheitsentzug über eine bestimmte Zeit. Denn wahrhaftige Reue kann auch sehr schmerzen und zwar innerlich und nicht äußerlich.



Der nächste Punkt wäre dann die Resozialisierung. Natürlich wirkt ein Mord in den Bewerbungsunterlagen etwas abschreckend, aus diesem Grund bin ich dafür, dass sich der Staat darum kümmern sollte, dass ehemalige Strafgefangene einen Job und eine Wohnung erhalten, um ihnen die Chance zu geben, ein annähernd normales Leben führen zu können. Sollte dies nicht geschehen, erhöht man nur die Chance eines Rückfalls.



Fazit: Todesstrafe: NEIN, aber Freiheitsstrafe und Reue
 
Hey, jedem das seine.... irgendwann ist er halt blind und braucht neue Zähne
 
Tya, das ist die Frage nach der absoluten oder relativen Stratheorie. Kant war übrigens für die absolute Straftheorie, bei der die Todesstrafe durchaus vorgesehen war.

Ich für meinen Teil kann mich nur der Mehrheit hier anschließen: Einem Mörder das Leben zu nehmen macht dessen Opfer auch nicht mehr lebendig. In solchen Fällen sollten und wird meistens die Strafe "lebenslange Haft mit anschließender Sicherheitsverwahrung" lauten. Ich halte, wie Darwin, auch nicht jeden Täter für resozialisierbar, das ist meiner Meinung nach eine zu naive Vorstellung. Sich in solchen Fällen dann aber nach dem Kostenpunkt zu entscheiden ist unethisch und moralisch schlichtweg nicht vertretbar. Das Leben ist unbezahlbar und ich hoffe sehr, dass es das auch immer bleiben wird. Und um ehrlich zu sein, ich wüsste nichtmal - angenommen ich wäre ein Richter - ob ich so ein Urteil jemals über die Lippen bringen könnte, wo ich mir doch alle Konsequenzen sehr bewusst bin - das ist aber natürlich kein Argument gegen die Todesstrafe, da gibt es bestimmt ein paar die das schaffen würden.

Kurz und knapp: Dagegen. Lebenslang und Sicherheitsverwahrungen reichen in meinen Augen aus.
 
Ich fürchte ich bin da etwas hartherzig. Ich wäre nämich ein Befürworter der Todesstrafe.

Ich sehe die ganze Sache so:

Wir sind Teil der Gesellschaft. Wir tragen alle die gleichen Rechte, aber auch Pflichten. Um diese zu definieren haben wir Regeln. Wer gegen diese Regeln verstößt, bewegt sich an den Rand der Gesellschaft, bzw. aus ihr heraus. Da für mich "gleiches Recht für alle" ein wichtiger Grundsatz ist, ich jedoch "alle" nur als "alle Individuen unserer Gesellschaft" ansehe, hat jemand außerhalb unserer Gesellschaft dann ein Problem mit mir.

Wer sich an die Regeln hält, der wird von uns beschützt, unterstützt, etc., wer aber die Regeln bricht, der begibt sich wie schon gesagt aus der Gesellschaft heraus und für den gelten diese "Clubvorzüge" nunmal nicht. Wer den Clubbeitrag (Regeln einhalten, Arbeiten, Steuern zahlen) nicht bezahlen will, der braucht auch keine Leistung erwarten. Wer dem Club sogar schadet, wird es bereuen.

Meiner Meinung nach sind Leute, die zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherheitsverwahrung und besonderer Schwere der Schuld und all den anderen Spitzenstrafen verurteilt werden mittlerweile meilenweit aus der Gesellschaft herausgetreten. Wer Lebenslänglich bekommt und anschließende Sicherheitsverwahrung, der soll offenkundig aus der Gesellschaft herausgenommen werden, um letztere zu schützen. Und da er kein Teil der Gesellschaft mehr ist, ist er nur noch ein "Problem", dessen sich die Gesellschaft entledigen will. Gegenwärtig tut sie das, indem sie sie ewig wegsperrt.

Wegen dieser Ansicht ist für mich die Kostenfrage bei lebenslänglich vs. umbringen nicht das Abwägen eines Menschenlebens gegen Geld, sondern nur das Abwägen der Kostenfrage bei der Lösung eines Problems. Das Attribut "Menschenleben" und "Menschenrechte" hat dieser Mensch in dem Augenblick verloren, als er entschieden hat, selber gegen diese Prinzipien zu verstoßen.

Ich glaube auch nicht an die Theorie der größeren Abschreckung, denn meiner Meinung nach ist weniger das Strafmaß als die Erwartung erwischt zu werden ausschlaggebend. Wenn alle 250m an allen Straßen der Republik Blitzer stehen würden, würde keiner mehr rasen, selbst wenn ein mal Blitzen nur fünf Euro kosten würde.

Ich denke allerdings auch, dass Rache nicht unbedingt etwas schlechtes sein muss. Es ist ein natürlicher Instinkt, und er würde den hinterbliebenen des Opfers ein kleines Bisschen Kompensation und damit auch eine bessere Bewältigung des Verlustes erlauben.
 
Joker86 说:
Wegen dieser Ansicht ist für mich die Kostenfrage bei lebenslänglich vs. umbringen nicht das Abwägen eines Menschenlebens gegen Geld, sondern nur das Abwägen der Kostenfrage bei der Lösung eines Problems. Das Attribut "Menschenleben" und "Menschenrechte" hat dieser Mensch in dem Augenblick verloren, als er entschieden hat, selber gegen diese Prinzipien zu verstoßen.

Ich denke allerdings auch, dass Rache nicht unbedingt etwas schlechtes sein muss. Es ist ein natürlicher Instinkt, und er würde den hinterbliebenen des Opfers ein kleines Bisschen Kompensation und damit auch eine bessere Bewältigung des Verlustes erlauben.

Mit diesen zwei Aussagen kann ich überhaupt nicht leben. Selbst wenn ein Mensch gegen die Regel des "Clubs" verstößt ist er immernoch ein Menschen. Nur weil jemand wie du sagst, sich im Rande der Gesellschaft bewegt, was er mit einem Straverstoß auch sicherlich tut, kann man ihm nicht das Attribut "Mensch" abnehmen und es durch das Attribut "Problem der Gesellschaft" ersetzen. Das finde ich schlichtweg nicht vertretbar.

Und seien wir mal ehrlich, wenn hier jeder Rache üben würde, nur um mit dem Verlust eines Menschen besser fertig zu werden, würden wir in einer Anarchie leben. Es würde Straftat auf Straftat folgen, was bis zum Ende gedacht zur Auflösung der Gesellschaft führt.
 
Joker kann ich ebenfalls gut nachvollziehen, das ist eben der Punkt wo jemand sein Leben verwirkt, und damit seinen Anspruch aufgegeben hat. Quasi
 
+Varsung+ 说:
Soldaten würde ich nicht als Mörder bezeichnen, da Mord für mich die bewusste Tötung eines einzelnen oder mehrerer Menschen ist.
Wikipedia 说:
Mord steht allgemein für ein vorsätzliches Tötungsdelikt.
Da ein Soldat im Krieg nicht ein spezielles Opfer hat und noch dazu auch meist unter Notwehr den Gegenüber tötet, ist das für mich kein Mord.
Der Amokläufer, Terrorist, Verrückte, Fanatiker, etc hat auch kein spezielles Opfer, entscheidet sich jedoch genauso für die Tötung eines oder mehrerer Menschen, wie der Soldat - und mordet. Oft genug hat der Soldat auch ganz spezifische Vorgaben bzgl. desjenigen, den er erschiessen soll, insbesondere Scharfschützen.

+Varsung+ 说:
Genauso verhält es sich mit der Notwehr. Wenn ein Mensch von einem anderen angegriffen wird und das eigene Leben in Gefahr ist, kann/muss der Mensch sich verteidigen und gegebenenfalls den Angreifer unschädlich machen/zu töten um das eigene Leben zu wahren.

§32 StGB 说:
§ 32
Notwehr


(1) Wer eine Tat begeht, die durch Notwehr geboten ist, handelt nicht rechtswidrig.

(2) Notwehr ist die Verteidigung, die erforderlich ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwenden.​

Deshalb kommt es immer auf die Situation an, ob Mord oder nicht.
Im Verteidigungsfall ein eventuell gültiges Argument. Im Angriffsfall wäre dann der Gegner legitimiert, übrigens auch Grundidee des Djihads, wenn ich micht richtig entsinne. "Rechtswidriger Angriff" ist auch eine beachtenswerte Formulierung - es ist grundsätzlich nicht möglich unsere Gesetze/Rechte direkt in die Souveränität eines anderen Staates zu übertragen, dafür nutzt man dann Internationales Recht oder Resolutionen eines Bündnisses, die im Falle des Falles das Recht des Staates auf Souveränität aus Eigeninteresse missachten - also wird der Mord politisch legitimiert.

+Varsung+ 说:
Und wenn ein Mörder keine Reue zeigt, sollte er solange versuchen seine Schuld abzuarbeiten (Ich weiß, dass man den Tod eines Menschen nicht ausgleichen kann, denn jeder Mensch ist ein Geschenk Gottes (oder was auch immer) und hat das Recht sein Leben zu leben), wie ihm möglich ist, bis er seine Tat bereut.
Völlig sinnfrei. Du zwingst hier nur zum Lügen.
 
~Scar 说:
Joker86 说:
Wegen dieser Ansicht ist für mich die Kostenfrage bei lebenslänglich vs. umbringen nicht das Abwägen eines Menschenlebens gegen Geld, sondern nur das Abwägen der Kostenfrage bei der Lösung eines Problems. Das Attribut "Menschenleben" und "Menschenrechte" hat dieser Mensch in dem Augenblick verloren, als er entschieden hat, selber gegen diese Prinzipien zu verstoßen.

Ich denke allerdings auch, dass Rache nicht unbedingt etwas schlechtes sein muss. Es ist ein natürlicher Instinkt, und er würde den hinterbliebenen des Opfers ein kleines Bisschen Kompensation und damit auch eine bessere Bewältigung des Verlustes erlauben.

Mit diesen zwei Aussagen kann ich überhaupt nicht leben. Selbst wenn ein Mensch gegen die Regel des "Clubs" verstößt ist er immernoch ein Menschen. Nur weil jemand wie du sagst, sich im Rande der Gesellschaft bewegt, was er mit einem Straverstoß auch sicherlich tut, kann man ihm nicht das Attribut "Mensch" abnehmen und es durch das Attribut "Problem der Gesellschaft" ersetzen. Das finde ich schlichtweg nicht vertretbar.

Und seien wir mal ehrlich, wenn hier jeder Rache üben würde, nur um mit dem Verlust eines Menschen besser fertig zu werden, würden wir in einer Anarchie leben. Es würde Straftat auf Straftat folgen, was bis zum Ende gedacht zur Auflösung der Gesellschaft führt.

Biologisch bleibt er ein Mensch. Aber alles emotionale, moralische ist verwirkt. Klar, auch ein Mörder hat Gefühle, Emotionen, Träume und Wünsche. Aber die hatten ihre Opfer auch, und das war den Tätern egal. Wieso also sollte man den Tätern das gewähren, was sie anderen nicht gewährt haben? Um nicht so zu sein wie sie? Man unterscheidet sich von ihnen allein schon durch die Motivation der an sich gleichen Tat. Denn gäbe es keine Mörder würden die Henker auch niemals töten. Um es ein bisschen kindlich auszudrücken: die haben angefangen!

Und das ist auch meine Motivation für den zweiten part. Wenn ein Müller einen Maier umbringt, und die Maier dann wiederum den Müller umbringen, dann ist Genugtuung erfolgt. Die Müllers haben dann kein Anrecht auf Rache, weil eben dem Mörder-Müllers nichts unrechtes geschehen ist. Rache führt nur zu immer mehr Gewalt wenn eine oder beide Seiten für sich mehr Rechte in Anspruch nehmen als sie den anderen zugestehen. Wenn mein Bruder jemanden umbringen würde, dann würde ich natürlich alles tun, um ihn vor der Rache zu schützen. Aber wenn sie es trotz meiner Bemühungen schaffen würden, ihn zu killen, würde ich keine Rache üben, weil ich weiß, dass es mein eigener dummer Bruder war, der sich selbst in die Scheiße geritten hat. Ich würde ihn betrauern, allerdings genau so, wie ich ihn betrauen würde, wenn er beim Bungee-Jumping gestorben wäre. Denn das wäre auch ein unnötiger und selbst verschuldeter Tod gewesen.
 
Deine Argumentation ist auf gesellschaftlicher Ebene ziemlich irrelevant. Der Staat hat sich nicht darum zu kümmern, wer gerade Pipi in den Augen hat, sondern muss die Maßnahmen finden, die für unsere gesamte Gesellschaft von Vorteil sind. Im Falle von kriminellen Handlungen sind die Ziele vor allem 1.Abschreckung von Straftaten und 2.Verhinderung von Selbstjustiz (, da diese die Macht des Staates in Frage stellt).


TheBard 说:
Noch einmal: Ich finde den Gedanken pervers und abstoßend, Menschenleben in Geld aufzuwiegen.
Und doch muss der Staat (und gegebenenfalls ein Individuum) eventuell eine Entscheidung zum Wert des Menschenleben treffen, da die Ressourcen begrenzt und ihre Allokation bestimmt werden muss.
 
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