Stolz Deutscher zu sein?

Seid ihr Stolz Deutscher zu sein?

  • Stolz, kein Bayer zu sein!

    选票: 37 45.1%
  • Was ist Deutschland?

    选票: 9 11.0%
  • Überhaupt nicht.

    选票: 7 8.5%
  • Nö.

    选票: 4 4.9%
  • Stolz, kein Bochumer zu sein!

    选票: 25 30.5%

  • 全部投票
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Wieso sollte jemand stolz darauf sein ein Bayer zu sein?
Es auch noch öffentlich zu erwähnen find ich sehr mutig.
Vielleicht wußtest du es auch einfach nicht besser und es quasi aus Mangel an besseren Wissen gepostet.
Medienkompetenz ist auch noch kein Schulfach, insofern bist du entschuldigt.

Hast du es jedoch im vollen Bewußtsein getan dann habe ich großen Respekt. So zu seinen Fehlern zu stehen ist ein Zeichen von Stärke. Respekt!
Ist jedoch letzteres der Fall, dann hast du auf jeden Fall mein Mitgefühl und meinen Rat: "Reden ist Silber und Schweigen ist Gold".

Gruß vom Niedersachsen aus Lande der Preußen!  :cool:

 
Ritter Dummbatz 说:
So zu seinen Fehlern zu stehen ist ein Zeichen von Stärke. Respekt!
^this  :lol:

um den großen Tyrion Lannister zu zitieren:
Never forget who you are, for surely the world won’t. Make it your strength. Then it can never be your weakness. Armor yourself in it, and it will never be used to hurt you
 
Hat auch nicht viel mitm Thema zu tun, aber:
amons geschichte erinnert mich an letzen Freitag....die verheerende Erdk Arbeit
zu hart um es zu beschreiben, aber nach ca. 15 min (es waren nie im Leben 15 min, sagen wir 7) waren von den 25-27 Kurs,,teilnehmern" nur noch 8 da - der rest hat abgegeben und das komplette Schulgebäude damit unterhalten, wie schwer die arbeit war. (nach 40 min war noch ich und ein anderer im raum ^^)
Freu mich schon auf das Ergebnis.

Ach & Amon, frag doch mal ob du an einem anderen Kurs teilnehmen kannst, wenn du (zu) gut bist.
 
Ich würde dann mal gerne die Anfangsfrage beantworten :

Bin ich stolz ein Deutscher zu sein?
Nunja, stolz auf Zufall kann man nicht sein. Es ist kein eigener Verdienst und solange ich nicht auswandere ändert sich dieser Status ja auch nicht. Also an sich bin ich nicht stolz ein Deutscher zu sein.
Aber ich achte die deutsche Geschichte, die Männer die dahinter standen. Viele große Denker und Komponisten sind aus Deutschland, bzw aus Preussen gewesen. Um Goethe, Schiller, Heydn, Kant und Freud nur als Beispiele zu nennen. Die Internationale ist nicht umsonst ein deutsches Werk.
Doch was mich richtig nervt, ist der Vergleich mit Nazis. Denn zum einen sind wir längst nicht mehr dafür verantwortlich, zum anderen waren die Siegermächte vorher noch genauso fanatisch, wie wir dargestellt wurden. (Beispiele zeigen sich genug im 1. Weltkrieg)
Wir haben an sich eine sehr interessante Geschichte, jedoch wird sie stets auf diesen einen Punkt begrenzt. Und was die Judenmorde angeht.... die Türken haben das Gleiche mit den Armeniern angestellt im 1. Weltkrieg, davon spricht aber nie jemand von.

Aber mal um eine andere Frage zu ergänzen:
KANN man eigentlich stolz auf sein Land sein? Uns wird von allen Seiten eingeredet es sei schlecht und wir müssten für diese Taten gerade stehen. Wir müssten uns gar für diese Dinge schämen. Aber für Taten sollte man sich nicht schämen. Aus Fehlern lernt man. Und bereuen kann man es ja immer. Diesem Land wurde jeglicher Stolz, sogar jegliche Kultur entzogen.
Jegliches wird von Amiland übernommen und immer weiter passen wir uns an.
Wo ist unsere Kultur hin? Sind wir mittlerweile nurnoch ein graugesichtiges Land ohne Merkmale?

 
Berandor 说:
Ich würde dann mal gerne die Anfangsfrage beantworten :

Bin ich stolz ein Deutscher zu sein?
Nunja, stolz auf Zufall kann man nicht sein. Es ist kein eigener Verdienst und solange ich nicht auswandere ändert sich dieser Status ja auch nicht. Also an sich bin ich nicht stolz ein Deutscher zu sein.
Aber ich achte die deutsche Geschichte, die Männer die dahinter standen. Viele große Denker und Komponisten sind aus Deutschland, bzw aus Preussen gewesen. Um Goethe, Schiller, Heydn, Kant und Freud nur als Beispiele zu nennen. Die Internationale ist nicht umsonst ein deutsches Werk.
Doch was mich richtig nervt, ist der Vergleich mit Nazis. Denn zum einen sind wir längst nicht mehr dafür verantwortlich, zum anderen waren die Siegermächte vorher noch genauso fanatisch, wie wir dargestellt wurden. (Beispiele zeigen sich genug im 1. Weltkrieg)
Wir haben an sich eine sehr interessante Geschichte, jedoch wird sie stets auf diesen einen Punkt begrenzt. Und was die Judenmorde angeht.... die Türken haben das Gleiche mit den Armeniern angestellt im 1. Weltkrieg, davon spricht aber nie jemand von.

Aber mal um eine andere Frage zu ergänzen:
KANN man eigentlich stolz auf sein Land sein? Uns wird von allen Seiten eingeredet es sei schlecht und wir müssten für diese Taten gerade stehen. Wir müssten uns gar für diese Dinge schämen. Aber für Taten sollte man sich nicht schämen. Aus Fehlern lernt man. Und bereuen kann man es ja immer. Diesem Land wurde jeglicher Stolz, sogar jegliche Kultur entzogen.
Jegliches wird von Amiland übernommen und immer weiter passen wir uns an.
Wo ist unsere Kultur hin? Sind wir mittlerweile nurnoch ein graugesichtiges Land ohne Merkmale?
"Lernen S' a bisserl Geschichte, Herr Reporter!"
 
Berandor 说:
Bin ich stolz ein Deutscher zu sein?
Nunja, stolz auf Zufall kann man nicht sein. Es ist kein eigener Verdienst und solange ich nicht auswandere ändert sich dieser Status ja auch nicht. Also an sich bin ich nicht stolz ein Deutscher zu sein.
Aber ich achte die deutsche Geschichte, die Männer die dahinter standen. Viele große Denker und Komponisten sind aus Deutschland, bzw aus Preussen gewesen.
Was der Beitrag des Herkunftsland an den Leistungen der "großen" Denker sein soll, insonderheit wenn selbiges als Zufall angesehen wird, muss mir wohl nicht klar sein. Es wäre in einigen der angeführten Fälle vermutlich sogar aufschlussreicher oder zumindest interessanter zu fragen, wie deren verschiedene Verdienste trotz der vorherrschenden Gegebenheiten im jeweiligen Herkunftsland zustande kommen konnten.
Berandor 说:
Um Goethe, Schiller, Heydn, Kant und Freud nur als Beispiele zu nennen. Die Internationale ist nicht umsonst ein deutsches Werk.
Dass weder Haydn (sofern der Komponist Jospeh Haydn gemeint ist) noch Freud aus Deutschland (oder Preußen) stammen sei nur nebenbei erwähnt, ebenso, dass die Melodie der Internationalen (sofern das Lied gemeint ist) von einem Belgier stammt, der ursprüngliche Text von einem Franzosen; ansonsten (sofern die IAA gemeint ist) konstituierte sich selbige erstmals in London und bestand ursprünglich zu einem nicht geringen Teil (neben Engländern) aus emigrierten Franzosen.
Berandor 说:
Doch was mich richtig nervt, ist der Vergleich mit Nazis. Denn zum einen sind wir längst nicht mehr dafür verantwortlich, zum anderen waren die Siegermächte vorher noch genauso fanatisch, wie wir dargestellt wurden. (Beispiele zeigen sich genug im 1. Weltkrieg)
Diesen Unsinn zu kommentieren enthalte ich mich einfach mal.
Berandor 说:
Wir haben an sich eine sehr interessante Geschichte, jedoch wird sie stets auf diesen einen Punkt begrenzt. Und was die Judenmorde angeht.... die Türken haben das Gleiche mit den Armeniern angestellt im 1. Weltkrieg, davon spricht aber nie jemand von.
Einen Genozid anzuführen, um einen anderen zu verharmlosen, überschreitet die Grenze der Stupidität allerdings nicht nur, sondern rast meilenweit darüber hinaus.
Berandor 说:
Aber mal um eine andere Frage zu ergänzen:
KANN man eigentlich stolz auf sein Land sein? Uns wird von allen Seiten eingeredet es sei schlecht und wir müssten für diese Taten gerade stehen. Wir müssten uns gar für diese Dinge schämen. Aber für Taten sollte man sich nicht schämen. Aus Fehlern lernt man. Und bereuen kann man es ja immer. Diesem Land wurde jeglicher Stolz, sogar jegliche Kultur entzogen.
Jegliches wird von Amiland übernommen und immer weiter passen wir uns an.
Wo ist unsere Kultur hin? Sind wir mittlerweile nurnoch ein graugesichtiges Land ohne Merkmale?
Der vor allem aus der Rechten bekannte, in diesem Absatz wiederzufindende, Duktus eines illusionären "Kampfs der Kulturen" ist im vorliegenden Fall wohl eher auf Unwissenheit denn auf Absicht der Verbreitung derlei Schwachsinns zurückzuführen.

Wie dem auch sei, sei stolz Deutscher/Österreicher/Marsianer oder was auch immer zu sein: Mia is wuascht.
 
Das eigentlich Traurige ist, dass Berandor definitiv den einen oder anderen legitimen Punkt anführt, jedwede Relevanz dann aber wieder durch unbedachte/unbedarfte Formulierungen und absolut fürchterliche Argumentation in die Tonne kloppt.
 
Zu meinem Thread.... da sind mir grade ein wenig die Pferde durchgegangen. Ich bitte das zu entschuldigen.

Was der Beitrag des Herkunftsland an den Leistungen der "großen" Denker sein soll, insonderheit wenn selbiges als Zufall angesehen wird, muss mir wohl nicht klar sein. Es wäre in einigen der angeführten Fälle vermutlich sogar aufschlussreicher oder zumindest interessanter zu fragen, wie deren verschiedene Verdienste trotz der vorherrschenden Gegebenheiten im jeweiligen Herkunftsland zustande kommen konnten.

Wie gesagt, ich achte nicht Deutschland, sondern die Geschichte dahinter.

ebenso, dass die Melodie der Internationalen (sofern das Lied gemeint ist) von einem Belgier stammt, der ursprüngliche Text von einem Franzosen; ansonsten (sofern die IAA gemeint ist) konstituierte sich selbige erstmals in London und bestand ursprünglich zu einem nicht geringen Teil (neben Engländern) aus emigrierten Franzosen.
Diesen Patzer bitte ich zu entschuldigen. In meinem kleinen Gedankenchaos verwechselte ich die Internationale von Pottiér und Degeyter mit der europäischen Hymne von Beethoven. Da hab ich in etwas zu großem Rahmen gedacht :wink:


Dass weder Haydn (sofern der Komponist Jospeh Haydn gemeint ist) noch Freud aus Deutschland (oder Preußen) stammen sei nur nebenbei erwähnt
jetzt wo du es erwähnst, fällt es mir auch wieder ein, dass Freud nen Österreicher war. Da waren die Finger mal wieder schnell als die Gedanken.

Doch was mich richtig nervt, ist der Vergleich mit Nazis. Denn zum einen sind wir längst nicht mehr dafür verantwortlich, zum anderen waren die Siegermächte vorher noch genauso fanatisch, wie wir dargestellt wurden. (Beispiele zeigen sich genug im 1. Weltkrieg)
Diesen Unsinn zu kommentieren enthalte ich mich einfach mal.
Du magst es Unsinn nennen, doch schau dir einmal die Ideen der Nationen vor dem ersten Weltkrieg an. Dort wird in England, in Frankreich, in Deutschland und Italien von vorherrschenden Rassen gesprochen. Dazu kommen natürlich noch die Kolonien. Womit deren Idee des Obermenschen und des Untermenschen zumindest als deren These angeführt werden kann. Ansonsten hätte es dort keine Trennung von schwarz und weiß gegeben.

inen Genozid anzuführen, um einen anderen zu verharmlosen, überschreitet die Grenze der Stupidität allerdings nicht nur, sondern rast meilenweit darüber hinaus.
ich habe nicht davon gesprochen, dass dieses Thema nicht schlimm sei. Im Gegenteil, ich habe mich darüber aufgeregt, dass man die einen Taten immer wieder ins Gedächtnis ruft, während andere, genauso schlimme Taten einfach vergessen werden.
Ich finde es in dieser Form nur nicht gerecht. Man sollte sich nicht stets einen Buhmann suchen, sondern wirklich infrage stellen, ob Taten anderer nicht auch schlimm waren.
Es ist doch so, diejenigen mit der meisten Macht bekommen die wenigsten Vorwürfe.

Der vor allem aus der Rechten bekannte, in diesem Absatz wiederzufindende, Duktus eines illusionären "Kampfs der Kulturen" ist im vorliegenden Fall wohl eher auf Unwissenheit denn auf Absicht der Verbreitung derlei Schwachsinns zurückzuführen.
1. Ich habe nie gesagt, dass es hier einen Kampf zwischen Kulturen gibt. Deutschland hat seit Einführung des Kapitalismus und der Einführung in den globalen Markt längst keine eigene Kultur mehr.
2. es geht hier nicht um einen Kampf sondern eine Wiederfindung und einen Neuaufbau eigener Kultur
3. hier wird keinerlei ethnische Gruppe kritisiert. Es geht lediglich darum, dass die Leute hier zu einer eigenen Kultur und damit auch einer eigenen Wahrnehmung von Heimat zu finden.

Um es mal mit den Worten Frei.Wild`s zu sagen:
"Patriotismus heißt Heimatliebe, Respekt vor dem Land und Verachtung der Kriege"

Mir geht es nicht darum, dass irgendjemand schuldig gesprochen, irgendjemand angegriffen wird. Es geht mir nur darum, dass Menschen einsehen, dass wir nicht ewig für Vergangenes bluten und stattdessen aus den Fehlern lernen, die gemacht wurden.

Ich hoffe ich werde nicht wieder missverstanden :razz:


 
Ganz unabhängig davon, was ich von dem obigen halte, werfe ich, fies wie ich bin, einfach mal die Frage in die Runde, was an einer sog. "Kultur" bitteschön so toll ist?
 
Berandor 说:
Es ist doch so, diejenigen mit der meisten Macht bekommen die wenigsten Vorwürfe.

Normalerweise ist es genau umgekehrt. Nur ist das demjenigen mit der meisten Macht in der Regel recht egal :lol:
 
Darwin 说:
Ganz unabhängig davon, was ich von dem obigen halte, werfe ich, fies wie ich bin, einfach mal die Frage in die Runde, was an einer sog. "Kultur" bitteschön so toll ist?
Dann sollten wir erst einmal "Kultur" zu definieren.
Denn meiner Definition nach, geht es eigentlich nicht ohne Kultur. Kultur stiftig u.a. Identität, gibt Heimat. Ich, der ich zum Studieren nach Schwaben bzw. Bayern gezogen bin, kann ein Lied davon singen. Nicht anders wärs mir gegangen, wenn ich nach Sachsen oder Hamburg gekommen wäre.* Und so sollte das auch sein. Kultur gehört einfach zur Art zu Leben dazu. Jeder von uns ist auf die eine oder andere Weise Teil irgendeiner Kultur. Ganz schon allein, weil er Teil irgend einer Gruppe ist. Und wenn er das nicht ist, zeichnet ihn eben genau das aus.
Es wäre sicher mal ein Spaß, für sich selbst festzustellen, welche kulturellen Eindrücke einen selbst prägen und welche Kulturen er selbst aktiv unterstützt.

*Nur dass die dort ihr Abi nicht so super göttlich finden, wie die Bayern und mich und alle anderen Deutschen als "Saupreißn" bezeichnen - aber das ist eine andere Geschichte ...
 
Kultur zu definieren ist ein mitunter schwieriges Unterfangen, zumal die umgangssprachliche Konnotation soziokultureller "Identitäten" im Grunde nichts mit dem eigentlichen Kulturbegriff zu tun hat. Als "Kultur" im eigentlichen und weiteren Sinne lassen sich sämtliche Hervorbringungen menschlichen Handelns bezeichnen, in grober Abgrenzung zur "Natur".
[Natürlich ist diese Unterscheidung nicht so einfach, wie es sich anhört. Ob man z.B. bei einem gehegten Forst von "Kultur" oder "Natur" (oder von beidem) sprechen will, lässt sich lange bis endlos diskutieren.]

Also ist Kultur erst einmal durch die Abhängigkeit von menschlichem Schaffen bestimmbar.
Damit ist ein Gedicht aus der sogenannten Epoche des Sturm und Drang ebenso Kultur wie Toilletenpapier, und das nicht etwa nur, weil beides fürn Arsch ist.

Dass verschiedene soziale Gruppen zuweilen Kultur produzieren, deren als spezifisch wahrgenommenen Ausprägungen man dann wiederum für irgendwie typisch für jene Gruppen halten will, steht nochmal auf einem anderen Blatt.
 
Was ich im Endeffekt irgendwie so ausdrücken wollte. Also nicht das mit dem Gedicht - Gedichte sind toll! - sondern das mit der Kultur.
Wenns um Definitionen geht, nehm ich mir im Notfall meist zuerst einmal den ersten Absatz bei Wikipedia zu Hilfe, der genau diese Sache mit dem menschlichen Schaffen nennt. Im allgemeinen Sprachgebrauch ist natürlich meist was anderes gemeint. Aber selbst diese Definitionen von Kultur spricht im Endeffekt ebenfalls von einer allgegenwärtigen Kultur, auch wenn sie das vielleicht gar nicht will ...

(Aber vielleicht später mehr. Ist recht schwer, in einer Vorlesung zum politischen Denken über sowas logisch zu denken :wink:)
 
Kultur ist das einzwängen von natürlichen Gewohnheiten.

Warum essen wir mit Silberbesteck ? Eigentlich geht es darum Nahrung aufzunehmen und nicht schön auszusehen.
 
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