Zu meinem Thread.... da sind mir grade ein wenig die Pferde durchgegangen. Ich bitte das zu entschuldigen.
Was der Beitrag des Herkunftsland an den Leistungen der "großen" Denker sein soll, insonderheit wenn selbiges als Zufall angesehen wird, muss mir wohl nicht klar sein. Es wäre in einigen der angeführten Fälle vermutlich sogar aufschlussreicher oder zumindest interessanter zu fragen, wie deren verschiedene Verdienste trotz der vorherrschenden Gegebenheiten im jeweiligen Herkunftsland zustande kommen konnten.
Wie gesagt, ich achte nicht Deutschland, sondern die Geschichte dahinter.
ebenso, dass die Melodie der Internationalen (sofern das Lied gemeint ist) von einem Belgier stammt, der ursprüngliche Text von einem Franzosen; ansonsten (sofern die IAA gemeint ist) konstituierte sich selbige erstmals in London und bestand ursprünglich zu einem nicht geringen Teil (neben Engländern) aus emigrierten Franzosen.
Diesen Patzer bitte ich zu entschuldigen. In meinem kleinen Gedankenchaos verwechselte ich die Internationale von Pottiér und Degeyter mit der europäischen Hymne von Beethoven. Da hab ich in etwas zu großem Rahmen gedacht
Dass weder Haydn (sofern der Komponist Jospeh Haydn gemeint ist) noch Freud aus Deutschland (oder Preußen) stammen sei nur nebenbei erwähnt
jetzt wo du es erwähnst, fällt es mir auch wieder ein, dass Freud nen Österreicher war. Da waren die Finger mal wieder schnell als die Gedanken.
Doch was mich richtig nervt, ist der Vergleich mit Nazis. Denn zum einen sind wir längst nicht mehr dafür verantwortlich, zum anderen waren die Siegermächte vorher noch genauso fanatisch, wie wir dargestellt wurden. (Beispiele zeigen sich genug im 1. Weltkrieg)
Diesen Unsinn zu kommentieren enthalte ich mich einfach mal.
Du magst es Unsinn nennen, doch schau dir einmal die Ideen der Nationen vor dem ersten Weltkrieg an. Dort wird in England, in Frankreich, in Deutschland und Italien von vorherrschenden Rassen gesprochen. Dazu kommen natürlich noch die Kolonien. Womit deren Idee des Obermenschen und des Untermenschen zumindest als deren These angeführt werden kann. Ansonsten hätte es dort keine Trennung von schwarz und weiß gegeben.
inen Genozid anzuführen, um einen anderen zu verharmlosen, überschreitet die Grenze der Stupidität allerdings nicht nur, sondern rast meilenweit darüber hinaus.
ich habe nicht davon gesprochen, dass dieses Thema nicht schlimm sei. Im Gegenteil, ich habe mich darüber aufgeregt, dass man die einen Taten immer wieder ins Gedächtnis ruft, während andere, genauso schlimme Taten einfach vergessen werden.
Ich finde es in dieser Form nur nicht gerecht. Man sollte sich nicht stets einen Buhmann suchen, sondern wirklich infrage stellen, ob Taten anderer nicht auch schlimm waren.
Es ist doch so, diejenigen mit der meisten Macht bekommen die wenigsten Vorwürfe.
Der vor allem aus der Rechten bekannte, in diesem Absatz wiederzufindende, Duktus eines illusionären "Kampfs der Kulturen" ist im vorliegenden Fall wohl eher auf Unwissenheit denn auf Absicht der Verbreitung derlei Schwachsinns zurückzuführen.
1. Ich habe nie gesagt, dass es hier einen Kampf zwischen Kulturen gibt. Deutschland hat seit Einführung des Kapitalismus und der Einführung in den globalen Markt längst keine eigene Kultur mehr.
2. es geht hier nicht um einen Kampf sondern eine Wiederfindung und einen Neuaufbau eigener Kultur
3. hier wird keinerlei ethnische Gruppe kritisiert. Es geht lediglich darum, dass die Leute hier zu einer eigenen Kultur und damit auch einer eigenen Wahrnehmung von Heimat zu finden.
Um es mal mit den Worten Frei.Wild`s zu sagen:
"Patriotismus heißt Heimatliebe, Respekt vor dem Land und Verachtung der Kriege"
Mir geht es nicht darum, dass irgendjemand schuldig gesprochen, irgendjemand angegriffen wird. Es geht mir nur darum, dass Menschen einsehen, dass wir nicht ewig für Vergangenes bluten und stattdessen aus den Fehlern lernen, die gemacht wurden.
Ich hoffe ich werde nicht wieder missverstanden