Duh 说:
Die Allwissenheit impliziert, dass alles was geschieht auch so von Gott vorgesehen war/ist - sprich er weiss natürlich von allen Konsequenzen der Kreation und anderer möglicher Akte, welche er oder andere durchgeführt haben.
Ganz davon abgesehen, dass Diskussionen über die Natur metaphysischer Existenzen ohnehin vage bleiben – in diesem Falle betrifft es unser Verständnis von Allwissenheit etc. – habe ich in Bezug auf den freien Willen doch vom Menschen her argumentiert: Solange
er der Meinung ist, sich bewusst für oder gegen etwas entscheiden zu können, solange ist es für ihn eine mehr oder minder freie Wahl. Das mag von einem Gott aus im Endeffekt "von vornherein klar" gewesen sein (ohne dass ich auch hier einen Handlungszwang sehen würde; das Wissen darum zieht ja kein unbedingtes Handeln nach sich), aber der
Akt der Entscheidung ist eine Forderung an den Menschen, der er in
seinem Rahmen nachkommen kann. Diesen Rahmen gegen die Allwissenheit eines Gottes abzuwägen (die der Mensch eh nicht kennt) und dann zu bewerten kann sich doch nur jener Gott selbst erlauben.
Wenn man sich beispielsweise komplett in Mord und Drogenschmuggel stürzen würde, weil man denkt, auch diese "Sünden" seien vorbestimmt, weil Gott davon weiß, hätte man ja trotzdem für sich die Entscheidung getroffen; das macht die Vorherbestimmung nicht wett.
Freiheit ist zum Kotzen. Musste den Kram im Poststrukturalismus durchgehen - das Wort ist ein leerer Signifikant, der den ihn umgebenden Diskurs symbolisch repräsentiert. Urgh.
Viel anderes sage ich ja auch nicht; mal ganz davon abgesehen, dass alle Wörter – eine semantische Grundlage ausgenommen – vom umliegenden Diskurs oder – um Focault aus dem Spiel zu lassen – der Umwelt geprägt werden und sie somit wiederum repräsentieren. Die Grundbedeutung von Freiheit dürfte aber dennoch mit Entscheidungen oder wenigstens Möglichkeiten zu tun haben