Die Zeiten, in denen die Nachfrage das Angebot bestimmte, scheinen in der Ära der globalen Firmenfusionen tatsächlich zu Ende zu gehen... MacDonalds sagt, dass ich meinen BigMac jetzt kleiner und teurer will, mein Handyanbieter findet, dass ich durchaus mehr Grundgebühr als Gesprächskosten zahlen will und die Bahn ist sicher, dass ich eine Zugkomposition aus 80% erster Klasse sehr begrüsse...
Die niedrigen Erwartungen meiner Vorredner begründen sich vielleicht eher darin, was sie Taleworlds zutrauen. Wenn ich das richtig verstehe, besteht dieses Studio hauptsächlich aus einem Ehepaar sowie externer Hilfskräfte (...oder?). Meiner Meinung nach haben sie sich bereits mit den aktuellen Titeln eher etwas übernommen, sowohl Warband als auch WFaS leiden noch an starken Krankheiten (womit ich weder Engagement noch Leistung der Entwickler schmälern will, beide Spiele sind hochkomplex). Wenn ich nun aber vergleiche, welche Mühe z.B. Creative Assembly hat, einen einigermassen funktionierenden TW-Teil abzuliefern, erwarte ich von Taleworlds keine Neuerfindung des Rades, sondern einfach das Beste, was in nützlicher Frist machbar ist. Zudem schränkt der kleine Käuferkreis vermutlich auch das Entwicklungsbudget ein, wenn man sich nicht gerade von einer grossen Spieleverwursterei aufkaufen lässt.
Um es mit Churchills Worten zu sagen: "I'm easily satisfied by the very best." Mal sehen was sie hinbekommen, dann sehe ich, ob ichs kaufe.
In einem zwei Punkten geb ich Wellenbrecher (und Churchill) aber recht:
1.) Warum schon im Vorfeld übermässige Abstriche machen?
2.) Wer M&B spielt, gilt in den Augen der Spieleindustrie als "Core-Gamer", darf und sollte also höhere Ansprüche haben als das durchschnittliche Modern-Warfare-in-der-grossen-Pause-aufm-Smartphone-Kiddie.
Ich fick mich jetzt mal nicht, ist das okay? Hrrrmmm, warum hab ich das nicht schon viel eher ausprobiert? *zigaretteanzünd*