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Seid ihr Stolz Deutscher zu sein?

Stolz, kein Bayer zu sein!
Was ist Deutschland?
Überhaupt nicht.
Nö.
Stolz, kein Bochumer zu sein!

Author Topic: Stolz Deutscher zu sein?  (Read 6731 times)

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Rule zum Rabensang

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Re: Stolz Deutscher zu sein?
« Reply #225 on: December 08, 2011, 05:51:49 PM »
ja selbst das Nichtstun qualifiziert die Person als konservative Kraft in einer Kultur.
Merke: Konservativismus = Nichtstun  :lol:
Also ist die CDU doch entgegen allen Unkenrufen immer noch die konservative Partei in Deutschland...

ModusTollens

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Re: Stolz Deutscher zu sein?
« Reply #226 on: December 08, 2011, 06:21:46 PM »
Das ist recht einfach zu beantworten. Der Mensch wird von 2 großen Faktoren geprägt - Nature und Nurture, was soviel bedeutet wie die Gene und die Pflege/Aufzucht. Das heisst jeder große Denker wurde von seinem Land geprägt, da die Aufzucht durch Faktoren wie natürliche Umgebung, Geschichte, Glaube, Gesetze, Werte, etc stark beeinflusst wird. Weil sich das über Generationen hinweg fortsetzt kann man dem eigenen Land hier eine große Rolle zuweisen, da in den meisten Fällen, die Eltern im gleichen oder ähnlichen Umfeld gewachsen sind - daher also auch vom Land geprägt sind.
Menschen werden durch ihre Umgebung beeinflusst, no shit. Was dieser Umstand damit zu tun hat, dass Länder die Verdienste mancher Menschen, die aus eben diesen Ländern stammen für sich beanspruchen und daraus einen Grund für einen gewissen Stolz ableiten, wird dadurch aber in keinster Weise erklärt.
Im Gegenteil ist es tatsächlich so, und ich glaube es ist nicht notwendig prominente Emigranten an dieser Stelle anzuführen, sie sind ohnehin hinlänglich bekannt, dass gerade die räumliche und in vielen Fällen wohl auch geistige Distanz zum Herkunftsland viele Errungenschaften erst ermöglicht haben.

Dass erst die Auseinandersetzung mit der Kalamität im eigenen Herkunftsland  ebenso oftmals ein mitbestimmender Faktor (und hier sind wohl ebenso zahlreiche Beispiele insbesondere auf literarischem Gebiet wohlbekannt) an der Schaffung eines bedeutenden Beitrages (zu welchem Gebiet auch immer) spielt, sei fraglos hingenommen - dass dies aber ein Grund für Stolz auf das Herkunftsland des Schaffenden sein soll, könnte dann nur im ironischen Bereich Sinn ergeben.

(click to show/hide)

Doch was mich richtig nervt, ist der Vergleich mit Nazis. Denn zum einen sind wir längst nicht mehr dafür verantwortlich, zum anderen waren die Siegermächte vorher noch genauso fanatisch, wie wir dargestellt wurden. (Beispiele zeigen sich genug im 1. Weltkrieg)
Diesen Unsinn zu kommentieren enthalte ich mich einfach mal.
Berandor gibt dir hierfauf eine recht gute Antwort.
Ich habe keine Frage gestellt - zum anderen, was allerdings zugegebenermaßen nicht deutlich wird, habe ich mich auf das Stück mit dem 1. Weltkrieg bezogen.
Zum Thema 2.ter Weltkrieg:
Wenn du dir das unter die Nase reiben lässt bzw. dich das stört, dann ist das deine eigene Schuld. Ich sehe diesen Teil unserer Geschichte als große Chance und Verantwortung für uns Deutsche. Wir sollten frühzeitig anderen Ländern die ebenfalls auf diese Schiene verfallen (Rechtsradikale und Radikale Strömungen allgemein) Einhalt gebieten durch politische Zeichen und eventuell auch durch wirtschaftliche Konsequenzen. (Beispiel: Solange Avigdor Liebermann Außenminister Israels ist, keine Waffen mehr an Israel verkaufen.)
Deutschland ist schließlich nunmehr frei von jeglich Radikalen. Dass gerade Israel zur Rechtfertigung abstruser Allgemeinfloskeln dient - besonders im Zusammenhang mit Rechtsradikalen - sei einfach nur als etwas unpassend hervorgestrichen; insbesondere wenn anscheinend ein allgemeines Embargo gefordert wird, da die Besetzung eines Außenministers als - aus nicht näher ausgeführten Gründen - "problematisch" eingestuft wird.
Dir ist schon klar, dass eine Kultur über das Fernsehprogramm hinausgeht? Wo sind denn in Amerika die Schlösser, die Gehwege, das gute Bier, die Autobahnen, der trockene Humor, die Pünktlichkeit, das Essen mit Messer und Gabel, das Recyclen, die gemäßigten Mengen? Wo in Deutschland tragen wir Waffen, wo sind die Rednecks, wo sind die Freizeit-Jäger, wo sind die 100 Millionen schweren Werbekampagnen (pro Kandidat), seit wann Befürworten wir das Militär, seit wann haben wir über 20000 verschiedene Kirchengemeinschaften?
Schlösser? Gibt es selbst in den USA (klarerweise moderneren Ursprungs als die meisten in Deutschland zu findenden - das aber als kulturelle Errungenschaft gegenüber den USA anzuführen ist aus offensichtlichen Epochengründen problematisch). Da aber von Amerika die Rede ist, sei die Gegenfrage nach den deutschen/marsianischen (für die Zak McKracken-Fans) Pyramiden gestattet.
Gehwege und Autobahnen (selbige sind wiederum ein beliebtes, wenn auch ebenso falsches, Beispiel aus bestimmten Kreisen) sind wohl nahezu weltweit zu finden. Deren Kulturbeitrag erschließt sich mir aber ohnehin nicht.
Bier- und Humorvorlieben basieren wohl auf individuellen Präferenzen und können, ebensowenig wie die Pünktlichkeit auf eine ganze Nation verallgemeinert werden. Es soll Leute geben, die kein Bier trinken oder möglicherweise betsimmte Marken/Sorten gegenüber anderen bevorzugen (Gott behüte sie tränken lieber ein australisches denn ein deutsches Bier)- Kulturchauvinisten, allesamt!
Da mir mittlerweile die Motivation diesen Unsinn zu kommentieren flöten geht, spare ich den Rest der netten Liste aus.
Ich stimme mit Rule überein, dass man nicht direkt wiedergeben kann, was eine spezifische Kultur ist, da diese Kultur etwas komplett Variables ist, aber dass man den Begriff Kultur an sich definieren kann - alles was eine Gruppe Menschen gemeinsam hervorbringt und teilt (das bedeutet nicht, dass jeder an der Schaffung direkt beteiligt sein muss, sondern nur, dass ein Mitglied der Gruppe (welches natürlich von der Gruppe beeinflusst wurde), etwas schafft, dass den Rest der Gruppe direkt oder indirekt beeinflusst).
Soweit ich sehe spricht Rule von den Schwierigkeiten der Abgrenzung des Kulturbegriffs im Allgemeinen. Was das spezifisch Deutsche an der - offensichtlich von einer spezifisch amerikanischen verdrängt werdenden - Kultur sein soll, wurde bis auf einige blödsinnige Aufzählungen und dem Kapitalismus-Schlagwort-Getröte weder erwähnt noch erörtert.
Es wäre tatsächlich interessant was denn das deutsche Element in der deutschen Kultur sein soll,  welches offensichtlich verloren gegangen ist und dermaßen, wenn auch äußerst unspezifisch, zurückgesehnt wird. Sollten möglicherweise und durchaus unerwartet konkrete, doch verdrängte, Ausprägungen deutscher Kultur aus dem offensichtlich unüberwindbaren Dickicht der Begrifflichkeiten, sozusagen aus dem Dunkel der verlorenen Kultursprache, hervorgezerrt werden können, kann vielleicht noch dazu übergegangen werden, danach zu fragen, warum man dergleichen, was auch immer sich dahinter verbergen mag, zurückhaben will - so man es jemals besessen hat.

Etwas weiter vorne im Thread gehe ich auf die ständige Veränderung der Kultur ein:
Wem es noch nicht klar ist - Kultur ist toll und scheiße, beeindruckend und lächerlich, wichtig und unbedeutend, wunderschön und hässlich. Es beinhaltet alles.
Na toll. Jetzt ist die Kultur unter die Dialektiker gegangen. Dann kann sie sich, soweit es mich betrifft, ohnehin brausen. Derlei metaphyische Sinnlosigkeiten sind dennoch schön zu lesen (und klingen trotz ihrer Aussagelosigkeit äußerst beeindruckend) - möglicherweise eine der kulturellen Errungenschaften der deutschen Sprache.
Wie nun ja schon etliche Male erwähnt, stolz kann man nur auf eine Leistung sein. Und weil man ja nichts leistet um Deutsch zu sein, kann man auch nicht stolz darauf sein Deutscher zu sein. Oder etwa doch?

Wenn wir uns die oben genannte Definition einer Kultur anschauen, kommen wir nicht umhin zu bemerken, dass jeder einen Teil (und sei er noch so klein) dazu beiträgt, wie sich eine Kultur entwickelt, womit die Grundvoraussetzung für Stolz erfüllt ist. Natürlich kann man nicht so stolz darauf sein Deutscher zu sein wie z.B. wenn man ein Haus gebaut hat, etwas erfunden hat oder in andersartiger Weise etwas getan hat, aber man kann (berechtigt) stolz darauf sein Deutscher zu sein, denn all das eigene Handeln beeinflusst das Deutschsein bzw die Kultur in der man lebt, ja selbst das Nichtstun qualifiziert die Person als konservative Kraft in einer Kultur.
Mit dem gleichen Nachdruck betone ich hiermit stolz darauf zu sein, kein Deutscher zu sein - mein Handeln und insbesondere mein Nicht-Handeln leistet keinerlei Beitrag zum "Deutschsein".
Andererseits kann offensichtlich mein vor Kurzem als "konservative Kraft" meiner (anscheindend ohne mein bewusstes Zutun) österreichischen Kultur, getätigter Beitrag in der heimischen Kloschüssel als wertvoller Mitwirkung an dieser, meiner Kultur gelten.

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Re: Stolz Deutscher zu sein?
« Reply #227 on: December 08, 2011, 07:16:56 PM »
Soweit ich sehe spricht Rule von den Schwierigkeiten der Abgrenzung des Kulturbegriffs im Allgemeinen.
Korrekt.
Die Frage nach spezifischen soziokulturell bestimmten Identitäten - denn das ist ja letztlich das, was als "deutsche" oder "amerikanische" "Kultur" verkauft wird - habe ich bewusst ausgelassen, da ich sie wie mein letzter Satz andeutet für unabhängig von einem allgemeinen Kulturbegriff halte. Nun ließe sich vielleicht über die Reziprozität von Kulturbegriff und Identität diskutieren, aber hier helfen dankenswerterweise international tragfähige wissenschaftliche Konventionen. Soll heißen: Ein Deutscher/Tibetaner, der meint, er müsse Kultur spezifisch deutsch/tibetanisch definieren redet eben nicht mehr über Kultur im allgemeinen Sinne sondern versucht sich an einer Deutung/Wertung der subjektiv als besonders deutsch/tibetanisch empfundenen kulturellen Hervorbringungen.
Simpel: "Kultur" ist eine Größe menschlichen Seins/Erlebens, "Deutsche Kultur" ist ein mentales Konstrukt.

Traditionen jeder Art (von Festbrauchtum bis Weltdeutungen) mögen für die Sozialisierung und die Prägung soziokultureller Identiäten eine enorme Rolle spielen, sie sind aber in keinster Weise als lokale, regionale oder gar "nationale" Kultur misszuverstehen. Da kommen wir ohnehin wieder an einen Punkt, den Wellenbrecher schon ausführlich gewürdigt hat: Was ist schon "deutsch"? Das ist eben eine Frage der Identität und nicht der wie auch immer gearteten kulturellen Abgrenzung.

Auch wenn das wie Wortklauberei wirken mag: Es macht eben einen Unterschied, wie man die Dinge benennt. Wer es schade findet, dass die alemannische Fastnacht nur noch Touristenattraktion ist und dass hierzulande nun Halloween gefeiert wird, dem sei es gegönnt - und immerhin kann ich nachvollziehen, wo das Problem liegen mag. Wer daraus aber ableitet, die "deutsche Kultur" verfalle, der übertreibt nicht nur, er legt eine Kategorie an, die so in meinen Augen sinn- und inhaltslos ist.


Duh

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Re: Stolz Deutscher zu sein?
« Reply #228 on: December 08, 2011, 07:26:30 PM »
Quote
. Was dieser Umstand damit zu tun hat, dass Länder die Verdienste mancher Menschen, die aus eben diesen Ländern stammen für sich beanspruchen und daraus einen Grund für einen gewissen Stolz ableiten, wird dadurch aber in keinster Weise erklärt.
Davon hat niemand gesprochen, aber süß wie du abschweifst. Nochmal deutlich damit du es verstehst:
Quote
Was der Beitrag des Herkunftsland an den Leistungen der "großen" Denker sein soll,
Der Beitrag ist der Einfluss eines Landes bzw. einer Kultur auf die Aufzucht eines Menschen.

Quote
Ich habe keine Frage gestellt
Auch davon hat niemand gesprochen. Eine Antwort braucht keine Frage, sie kann sich auf jedwede Äußerung eines anderen beziehen.

Quote
Deutschland ist schließlich nunmehr frei von jeglich Radikalen. Dass gerade Israel zur Rechtfertigung abstruser Allgemeinfloskeln dient - besonders im Zusammenhang mit Rechtsradikalen - sei einfach nur als etwas unpassend hervorgestrichen; insbesondere wenn anscheinend ein allgemeines Embargo gefordert wird, da die Besetzung eines Außenministers als - aus nicht näher ausgeführten Gründen - "problematisch" eingestuft wird.
Was du dir hier zusammenfabulierst ist fantastisch. Wenn man sich ein wenig mit Israel beschäftigt, kann man klar die Radikalisierung im politischen, als auch im religiösen Rahmen erkennen. Das du Avigdor Liebermann (der ursprünglich Verteidigungsminister werden sollte) nicht als Gefahr für den Friendsprozess und Symbol für die Radikalisierung siehst, zeigt nur auf wie fremd dir die Region ist.

Quote
Schlösser? Gibt es selbst in den USA (klarerweise moderneren Ursprungs als die meisten in Deutschland zu findenden - das aber als kulturelle Errungenschaft gegenüber den USA anzuführen ist aus offensichtlichen Epochengründen problematisch). Da aber von Amerika die Rede ist, sei die Gegenfrage nach den deutschen/marsianischen (für die Zak McKracken-Fans) Pyramiden gestattet.
Gehwege und Autobahnen (selbige sind wiederum ein beliebtes, wenn auch ebenso falsches, Beispiel aus bestimmten Kreisen) sind wohl nahezu weltweit zu finden. Deren Kulturbeitrag erschließt sich mir aber ohnehin nicht.
Bier- und Humorvorlieben basieren wohl auf individuellen Präferenzen und können, ebensowenig wie die Pünktlichkeit auf eine ganze Nation verallgemeinert werden. Es soll Leute geben, die kein Bier trinken oder möglicherweise betsimmte Marken/Sorten gegenüber anderen bevorzugen (Gott behüte sie tränken lieber ein australisches denn ein deutsches Bier)- Kulturchauvinisten, allesamt!
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Le sigh. Naja dann mal ganz von Anfang.

Wie ja nun schon erwähnt ist die Kultur das, was eine Gruppe von Menschen hervorbringt und was sie miteinander teilt. Dazu gehören materielle , aber auch immaterielle Dinge (z.B.Werte). Alle die von mir genannten Dinge fallen unter diese Definition und sind in der von mir erwähnten Kultur vertreten, also auch Teil eben dieser Kultur. Da ich sowohl in den USA als auch in Deutschland gelebt habe, kenne ich die Unterschiede und auch wenn sie natürlich weit über das von mir genannte hinausgehen (eine Kultur komplett zu erfassen ist wohl kaum möglich), so sind sie doch immer noch zutreffend und dienen ihrem Zweck Unterschiede zwischen Amerika und Deutschland hervorzuheben, um die Behauptung, dass Deutschland keine eigene Kultur hätte und alles von den "Amis" abkupfern würde, zu entkräften. Das dir der Sinn des Textabschnitts völlig entgeht und du stattdessen versuchst einzelne Beispiele zu entkräften, statt dich der Kernaussage zu widmen, spricht für sich.

Quote
Soweit ich sehe spricht Rule von den Schwierigkeiten der Abgrenzung des Kulturbegriffs im Allgemeinen. Was das spezifisch Deutsche an der - offensichtlich von einer spezifisch amerikanischen verdrängt werdenden - Kultur sein soll, wurde bis auf einige blödsinnige Aufzählungen und dem Kapitalismus-Schlagwort-Getröte weder erwähnt noch erörtert. Es wäre tatsächlich interessant was denn das deutsche Element in der deutschen Kultur sein soll,  welches offensichtlich verloren gegangen ist und dermaßen, wenn auch äußerst unspezifisch, zurückgesehnt wird. Sollten möglicherweise und durchaus unerwartet konkrete, doch verdrängte, Ausprägungen deutscher Kultur aus dem offensichtlich unüberwindbaren Dickicht der Begrifflichkeiten, sozusagen aus dem Dunkel der verlorenen Kultursprache, hervorgezerrt werden können, kann vielleicht noch dazu übergegangen werden, danach zu fragen, warum man dergleichen, was auch immer sich dahinter verbergen mag, zurückhaben will - so man es jemals besessen hat.
Rule gibt uns eine allgemeine Definition des Wortes Kultur, ich lege ihm/ihr da das Wort in den Mund, dass man eine spezifische Kultur wie z.B. die Deutsche nicht definieren kann, da sie sich ständig verändert. Womit deine Frage nach dem spezifisch deutschen auch schon beantwortet wäre - man kann es letztendlich nicht nennen, da es sich in einem ständigen Wandel befindet.

Quote
Na toll. Jetzt ist die Kultur unter die Dialektiker gegangen. Dann kann sie sich, soweit es mich betrifft, ohnehin brausen. Derlei metaphyische Sinnlosigkeiten sind dennoch schön zu lesen (und klingen trotz ihrer Aussagelosigkeit äußerst beeindruckend) - möglicherweise eine der kulturellen Errungenschaften der deutschen Sprache.
Also inzwischen müsstest du es doch verstehen. Na gut. Noch einmal.

Alles was eine Gruppe Menschen gemeinsam hervorbringt und teilt (das bedeutet nicht, dass jeder an der Schaffung direkt beteiligt sein muss, sondern nur, dass ein Mitglied der Gruppe (welches natürlich von der Gruppe beeinflusst wurde), etwas schafft, dass den Rest der Gruppe direkt oder indirekt beeinflusst), ist Bestandteil der Kultur dieser Gruppe von Menschen.

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Mit dem gleichen Nachdruck betone ich hiermit stolz darauf zu sein, kein Deutscher zu sein - mein Handeln und insbesondere mein Nicht-Handeln leistet keinerlei Beitrag zum "Deutschsein".
Andererseits kann offensichtlich mein vor Kurzem als "konservative Kraft" meiner (anscheindend ohne mein bewusstes Zutun) österreichischen Kultur, getätigter Beitrag in der heimischen Kloschüssel als wertvoller Mitwirkung an dieser, meiner Kultur gelten.
Beeindruckend wie du so viel tippst, ohne irgendetwas auszusagen. Fehlt es dir an Argumenten?
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Re: Stolz Deutscher zu sein?
« Reply #229 on: December 09, 2011, 09:50:00 PM »
Ich kann keine wissenschaftlich fundierten Vorträge schreiben, ich gehe einfach nach meinem Bauchgefühl und Lebenserfahrung:
Geburtsort, Muttersprache und frühe Prägung sind die Grundfesten. Kultur interessiert im Normalfall erst den Erwachsenen, wenn er soweit verwurzelt ist, das er mehr über seine Herkunft wissen will. Wenn heute Jugendliche mit dem Wort Kultur auf eine Identität pochen die nichts mit ihrem aktuellen Leben gemeinsam hat liegt es daran, das sie meist keine Wurzeln, und deshalb auch keine eigene Kultur haben. Sie sitzen zwischen den Stühlen.
Warum regt man sich über den ständigen Nachwuchs an Nazis auf, lässt aber keine Woche vergehen in der es nicht im Fernsehen einen Film oder eine Doku über Hitler und Konsorten gibt?
Warum müssen sich heute noch Jungendliche für etwas verantwortlich fühlen, das ich schon als Erstgeborene nach dem Krieg nicht als "meine" Schuld angesehen habe?
Ich verstehe es einfach nicht.
Heute wird alles globalisiert und solange vermischt, bis niemand mehr ein Zuhause hat mit dem er sich identifizieren, auf das er stolz sein kann und für das er etwas leistet das vielleicht sogar Dauerhaft ist.

lorsi

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Re: Stolz Deutscher zu sein?
« Reply #230 on: March 02, 2012, 03:32:30 PM »
Gerade nichts besseres zu tun, als ,,altes" Zeugs auszugraben?^^

Wellenbrecher

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Re: Stolz Deutscher zu sein?
« Reply #231 on: March 02, 2012, 03:39:25 PM »


18:13 - Duh: DIESE DRUCKEN JUDENTUBEN

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Re: Stolz Deutscher zu sein?
« Reply #232 on: March 05, 2012, 05:08:48 PM »
warum wurden die verschiedenen antwortmöglichkeiten alle so geändert, dass zwangsläufig NEIN rauskommt?

Darwin

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Re: Stolz Deutscher zu sein?
« Reply #233 on: March 05, 2012, 05:37:36 PM »
warum wurden die verschiedenen antwortmöglichkeiten alle so geändert, dass zwangsläufig NEIN rauskommt?

Um den gemeinen Nutzer vor sich selbst zu schützen.

Wellenbrecher

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Re: Stolz Deutscher zu sein?
« Reply #234 on: March 05, 2012, 07:28:40 PM »
Sehr aufmerksam von euch, die von mit gewählte Option auf "Stolz, kein Bochumer zu sein!" zu ändern. Sehr netter Touch, sehr persönlich. :lol:

warum wurden die verschiedenen antwortmöglichkeiten alle so geändert, dass zwangsläufig NEIN rauskommt?
Du hättest damals die Umfrage(n) im Weisheiten Thread sehen sollen... :lol:

Und als Antwort auf deine Frage:
Weil das hier im Forum so läuft.


18:13 - Duh: DIESE DRUCKEN JUDENTUBEN